5 Gründe für Wildkräuter als Zutaten für grüne Smoothies

5 Gründe für Wildkräuter als Zutaten für grüne Smoothies

Obwohl sich für die Zubereitung grüner Smoothies so viele unterschiedliche Zutaten anbieten, greifen die meisten Menschen stets zu den selben Lebensmitteln. Dies trifft ganz besonders für das grüne Blattgemüse zu. Überwiegend stehen Babyspinat und Feldsalat auf dem Einkaufszettel, gelegentlich auch Rucola. Doch es gibt viele weitere Smoothie-Zutaten zu entdecken.

Eine häufig ausgesprochene Empfehlung sind Wildkräuter, wie z.B. Brennnessel, Löwenzahn und Giersch. In zahlreichen Büchern rund um grüne Smoothies werden diese Wildpflanzen als Zutaten vorgeschlagen. Dennoch landen sie viel zu selten im Mixbehälter. Wir möchten dies ändern und führen nachfolgend fünf Gründe auf, die für Wildkräuter sprechen.

Mehr Abwechslung

Grüne Smoothies drohen langweilig zu werden, sollten immer nur dieselben Zutaten in den Mixer kommen. Damit dies nicht geschieht, sollte Abwechslung beim Geschmack geboten sein. Wildkräuter haben ihre ganz eigenen Aromen, die es zu entdecken gilt. Wer noch nie einen Brennnessel-Smoothie genossen hat, sollte dies unbedingt ausprobieren. Es gibt viele Rezepte für Wildkräuter-Smoothies zu entdecken.

Hoher Gehalt an Nährstoffen

Ein starkes Argument, das für Wildkräuter als Smoothie-Zutaten spricht, sind die enthaltenen Nährstoffe. Zum einen können ganz andere Nährstoffe enthalten sein, als in den Zutaten, die aus der Gemüseabteilung vom Supermarkt stammen. Zum anderen steht es um die Nährstoffkonzentration oft viel besser.

Wildkräuter werden nicht auf ausgelaugten Böden angebaut, stattdessen wachsen sie in freier Natur. Im Vergleich zu pflanzlicher Kosten aus konventionellem Anbau liegt der Nährstoffgehalt oft um ein Vielfaches höher. Damit sind Heil- und Wildkräuter hervorragende Lieferanten für Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Hinzu kommt die Möglichkeit, frisch ernten und sofort genießen zu können. Je weniger Zeit zwischen Ernte und Verzehr verstreicht, desto besser ist dies für den Gehalt an Nährstoffen.

Smoothie-Zutaten in bester Bio-Qualität

Wir raten generell von Zutaten aus konventionellem Anbau ab. Diese können enorme Pestizidbelastungen aufweisen. Besser ist es, sich bewusst für Bio-Qualität zu entscheiden. Ob Babyspinat, Feldsalat oder auch beim Obst, Lebensmittel aus biologischem Anbau sind eine vernünftige Entscheidung.

Bei den Wildkräutern ist der biologische Anbau quasi garantiert. Natürlich kommt es darauf an, wo die Wildpflanzen geerntet werden. Doch im Regelfall findet dort kein Austrag an Pestiziden statt, sodass auch keine Belastung zu befürchten ist.

Wildkräuter kostenlos ernten

Gute Bio-Lebensmittel haben ihren Preis. Anders sieht es mit den Wildkräutern aus. Sie werden nicht gezielt angebaut und von vielen Menschen eher als Unkraut betrachtet. Deshalb ist es normalerweise möglich, sie kostenfrei zu ernten. Gegenüber dem Kauf von Smoothie-Zutaten in Bio-Qualität lässt sich auf diesem Weg eine schöne Ersparnis erzielen.

Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit

Leider werden ganz viele Lebensmittel aus weiter Ferne importiert. Dies hat lange Transportwege zur Folge und manchmal bedarf es ergänzend einer teuren Kühlung. Als Folge wird viel Energie verbraucht, was zu einem unerfreulich hohen Ausstoß an CO2 sowie meist noch weiteren klimaschädlichen Abgasen bedeutet. Wer hingegen seine Wildkräuter direkt vor der Haustür bzw. in seiner Region erntet, leistet damit einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Ebenso ist es möglich, Wild- und Heilkräuter auch im eigenen Garten anzubauen.

Brennnesseln in Tasse

Häufige Fragen rund um Ernte und Verarbeitung von Wildkräutern

Wer noch nie Wildkräuter in der freien Natur gesammelt hat, ist häufig verunsichert. Die häufigsten Fragen rund um Ernte und Verarbeitung von Wildpflanzen haben wir nachfolgend gesammelt und beantwortet.

Darf ich Wildkräuter an jedem beliebigen Ort ernten?

Nein. Der Grund und Boden – und damit auch die darauf wachsenden Wildpflanzen – haben einen Eigentümer. Streng genommen muss dieser zustimmen. Außerdem können Pflanzen je nach Region unter Schutz stehen, wodurch das Sammeln nicht gestattet ist. Sofern kein Schutz besteht, haben die meisten Eigentümer jedoch nichts einzuwenden, insbesondere weil Brennnessel und Löwenzahn eher als Unkraut betrachtet werden.

Welche Wild- und Heilkräuter eignen sich für grüne Smoothies?

Das Spektrum an Wild- und Heilpflanzen, die sich für die Zubereitung grüner Smoothies eignen, ist breit gefächert. Welche Rezepte umsetzbar sind, hängt davon ab, welche Pflanzen vor Ort geerntet werden können. Zu den häufigsten Wildkräutern, die als Zutaten für Smoothies verwendet werden, zählen:

  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • Giersch
  • Minze
  • Sauerampfer
  • Spitzwegerich
  • Schafgarbe
  • Vogelmiere

Außerdem kann es erforderlich sein, die Dosierung zu beachten. Einige Heilpflanzen sind spärlich zu dosieren, sogar Löwenzahn. Er ist eine Heilpflanze und kann einen starken Entgiftungsprozess in Bewegung setzen. Es ist ratsam, sich auf wenige Löwenzahnblätter pro Person zu beschränken.

Wie kann ich die versehentliche Ernte giftiger Pflanzen ausschließen?

Eine sichere Pflanzenbestimmung ist beim Sammeln von Wildkräutern sowie Heilkräutern entscheidend. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen und z.B. Blätter und Blüten mit Abbildungen aus der Fachliteratur zu vergleichen. Nur so ist gewährleistet, dass die richtigen Zutaten in den Mixer kommen.

Zusätzliche Sicherheit verspricht die Teilnahme an einem Kräuterseminar oder einer Kräuterwanderung. Bei solchen Touren wird von Kräuterexperten vermittelt, wo die Wildpflanzen in der Natur zu finden sind und worauf bei der Pflanzenbestimmung zu achten ist.

Muss ich den Fuchsbandwurm oder andere Parasiten fürchten?

Der Fuchsbandwurm ist gefährlich, über Eier kann er in den Körper gelangen. Allerdings ist das Risiko eines Kontakts mit solchen Eiern sehr gering. Die Eier werden über den Kot von Füchsen verbreitet. Füchse verrichten ihr Geschäft jedoch nicht an Brennnesseln. Am besten ist es, bei der Suche den Standort zu berücksichtigen. Zu meiden sind Wildkräuter, die sich direkt an Wegen oder Pfaden befinden.

Was tun bei Läusen, Insekteneiern etc.?

Die meisten Wildkräuter können Fressfeinde und „Schädlinge“ gut abwehren. Dennoch kommt es vor, dass Läuse oder Eier von Insekten den Blättern anhaften. Dann ist es meist am besten, diese Wildpflanzen nicht zu ernten. So lässt sich ein Verzehr ausschließen und außerdem kann es sein, dass die Pflanzen zur Abwehr besonders viele Bitterstoffe gebildet haben. Oft genügt es schon, einfach nur ein paar Meter weiter zu den nächsten Pflanzen zu gehen.

Benötige ich einen starken Mixer?

Einige Rezepte sehen für Smoothies die Verwendung von Wildkräutern vor, die sehr zähe Fasern haben. Ein gutes Beispiel ist der Spitzwegerich. Seine Fasern können für den Mixer zur Belastungsprobe werden. Ein echter Hochleistungsmixer, wie z.B. der Vitamix Pro 750, lässt sich davon allerdings nicht stoppen. Falls Sie einen simplen Küchenmixer nutzen, empfiehlt sich die Verarbeitung kleiner Mengen. Für den Fall, dass Sie richtig auf den Geschmack kommen und regelmäßig grüne Smootheis zubereiten, empfiehlt sich ein Hochleistungsmixer.

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